| | In meinem heutigen Beitrag, möchte ich auf die Problematik der Leistungsdichte in Counter-Strike 1.6 eingehen. Gibt es noch Hoffnung in unserem Land oder wird es nie wieder ein Team geben, das auch international gute Leistungen erzielen kann? Die Leistungen der österreichischen Teams werden von EPS Saison zu Saison immer schwächer, da die teilnehmenden Spieler meines Erachtens nach nicht mehr die Motivation und den nötigen Ehrgeiz an den Tag legen, um ein angemessenes Level zu erreichen oder dieses zu halten. In meinem ersten starken Team AlienGaming, bestehend aus den Spielern aMoK, mNines, Schabi, KenaN, JazzMan und mir, im Jahr 2005 haben wir sehr viel Engagement an den Tag gelegt, um das Maximum aus uns herauszuholen. Fünf Stunden Training fünfmal die Woche: Sowohl Demoanalyse, Movement,- und Wallbangtraining, als auch das Erlernen von allen wichtigen Flashes, standen auf dem Programm. Bis auf aMoK war keiner von uns vorher in einem guten Team gewesen, sodass wir quasi bei null beginnen mussten - kurz gesagt wir waren allesamt schlichtweg „rookies". Keiner von uns hatte einen Namen in der damaligen Alpenszene und unser Ziel war klar definiert, nämlich die Nummer Eins in Österreich! In kürzester Zeit wollten wir es erreichen unser Team, aber auch jeden Einzelspieler individuell zu etablieren. Nach einigen Monaten konnten wir dann, das bis dato über zwei Jahre in Österreich ungeschlagene Team von plan-B auf der Map de_nuke auf der nur48stunden-LAN, im wahrsten Sinne des Wortes zerfetzten. In weiterer Folge konnten wir Achtungssiege gegen AMD 64, Alternate aTTaX und SFTO erzielen. Durch diese ersten "kleinen" Erfolge angetrieben, fingen wir an eine gewisse Arroganz an den Tag zu legen - aus einem Team, das durch sein Kollektiv bekannt und stark wurde, entstanden Einzelgänger. Statt aufeinander über Erreichtes und Bevorstehendes stolz zu sein, fingen wir an den Respekt untereinander zu verlieren und sowohl unsere Kommunikation als auch unser Verhalten innerhalb des Teams wurde von Woche zu Woche schlimmer. Nach einem starken Turnier auf den EPS Finals II, die wir leider nur als Zweitplatzierte abgeschlossen hatten, folgte in Saison III das Ende der AlienGaming-Ära in späterer Folge LEMON-Crew und somit auch das Ende eines Teams, dass es meiner Meinung nach zu sehr viel hätte bringen können. Die Problematik an diesem Team, war ganz klar, dass wir allesamt keine Erfahrung in diesem Spiel hatten und oft in wichtigen Begegnungen an unserem eigenen Unvermögen kläglich gescheitert sind, wie zum Beispiel in der Extreme Master Qualifikation gegen hoorai.fi. Im Nachhinein betrachtet war es sehr schade, dass wir diesen Schritt gegangen sind und uns aufgelöst haben. In diesem Sinne bedanke ich mich recht herzlich bei den Lesern des ersten Teils meiner Kolumne und hoffe dass ihr euch gut unterhalten habt und vielleicht mit dem einen oder anderen Gedankengang von mir anfreunden könnt. Der zweite Teil erscheint nächste Woche und wird sich damit beschäftigen, was den Teams in Österreich fehlt, bzw. was sich ändern sollte. |