| | Im ersten Teil wollte ich anhand des Beispiels vom ehemaligen AlienGaming-Team widerspiegeln, dass es durchaus möglich ist in Österreich ein starkes Team auf die Beine zu stellen, das die wichtigsten Faktoren erfüllen kann. Nun bleibt die Frage, um welche Faktoren es sich hierbei handelt?
An erster Stelle sehe ich auf jeden Fall die Motivation, gefolgt von nötigem Ehrgeiz, genügend Zeit und im Idealfall eine Brise Erfahrung. Jeder Spieler muss an sich selbst und dem Team arbeiten, um die Trainingszeit effektiv zu nützen und um etwaige Defizite so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. An und für sich hört sich das alles sehr einfach an, aber umso bessere Spieler man verpflichtet umso mehr "Allüren" bringen diese mit. In Österreich reden sich sehr viele Spieler auf andere Dinge aus, etwa das beispielsweise der Server oder das Internet "kaputt" wären oder sowieso immer nur die Teamkollegen an den verlorenen Runden Schuld seien, da sie angeblich "wenig raffen". Wichtig ist diesbezüglich, dass man versucht an sich selbst zu arbeiten und auch seine eigenen Fehler eingesteht. Da das Skillniveau in Österreich mit der Zeit sehr, nennen wir es mal "minderwertig" geworden ist, fällt es den meisten sehr schwer an sich weiter zu arbeiten, weil sich jedes oder besser die meisten Teams nach dem "Warum" fragen. Warum, sollen wir jetzt trainieren, wenn wir sowieso bei der erstbesten Gelegenheit international weggeschossen werden? Wieso der ganze Zeitaufwand?
Von EPS Alpen Saison zu Saison vermisse ich einfach diese Teams, die engagiert ans Werk gehen und probieren das Beste aus sich herauszuholen. Meinem Erachten nach wird die Qualität der EPS immer schwächer und schwächer. Die Kluft zwischen den vermeintlich "stärkeren" und "schwächeren" Teams wird immer größer. Die Top-4 müssen im Grunde nicht mehr trainieren um auf die Finals zu kommen und die Anschlussteams scheinen sich damit abgefunden zu haben, dass sie nicht besser werden. Eine Entwicklung die sowohl den Teams als auch dem österreichischen eSport schadet. Ein weiteres Hauptproblem ist auf jeden Fall auch, dass keine neuen Spieler mehr nachkommen, um die Szene "aufzumischen". Vereinzelt tauchen neue Talente auf, die ein Ziel vor Augen haben. Zum Beispiel fallen mir das ehemalige Team bioXar mit maKz, espi, MuKKE oder nanti seit der "AlienGaming-Generation" ein, die frischen Wind in unser Land gebracht haben und mittlerweile zu ernstzunehmenden Gegnern mutiert sind, die seit zwei Saisonen um die Finals mit spielen. Die aktuellsten Neuerscheinungen sind Puma, der nun bei n!faculty sein Können unter Beweis stellen kann und der bosnische Nationalspieler prophe7.
Aber nun zurück zum eigentlichen Thema. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass man ein sehr starkes Team stellen könnte mit dem nötigen Zeitaufwand und der Geduld die man in ein solches Projekt investieren muss. Weitere wichtige Faktoren sind die Harmonie und die Kommunikation in einem Team und im idealsten Fall wohnen alle fünf Spieler in einer Stadt um sich für Besprechungen oder das ein oder andere Bier zu treffen. Man muss als Kollektiv stark aufspielen um Leistungen abzurufen. Wir müssen uns gegenüber ganz ehrlich sein, dass wir keine Ausnahmespieler in der EPS Alpen beschäftigen, die jemanden so beeindrucken wie ein gore, hades oder sQuad.
Jedes Jahr werden die Leistungen der österreichischen CS Fraktion kritisiert und belächelt, da man einfach keine ernstzunehmende CS 1.6 Nation mehr ist. Wir sind leider zum Wunschlos jeder Nation mutiert und dieser Umstand stimmt mich durchaus traurig, auch wenn es "nur" Counter-Strike ist.
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