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Pro oder Contra?
Allgemeines | 21. Januar 2007 - 18:00 Uhr - by uR.sakura*A
"Gewaltspiele" und "Killerspiele" - diese Ausdrücke fielen in den letzten Wochen und Monaten immer öfter. Grund dafür ist der Versuch diese Computerspiele zu verbieten. Dies ist eine Zusammenfassung der Geschehnisse rund um das Thema "Verbot von Ego-Shootern".
Auslöser der neuerlichen Debatte war der Amoklauf eines Exschülers in Emsdetten (Deutschland) im November und eine Bluttat in Tessin (Deutschland), wo zwei Jugendliche im Alter von 17 Jahren ein Ehepaar umgebracht hatten. Da die Jugendlichen im Besitz von "Ego-Shootern" waren soll dies ein Mitgrund für ihre Taten gewesen sein.

Und plötzlich überhäuften sich die Meldungen von Ideen und Meinungen verschiedener Politiker im EU-Raum bezüglich eines Verbotes von "Killerspielen". Und der Ideenreichtum jener, die sich für den "Kampf gegen Gewaltspiele" aussprachen, kannte keine Grenzen: Von Ausweiskontrollen bei Minderjährigen bis hin zum generellen Verbot war alles dabei.

Doch diese Diskussion betrifft nicht nur das Ausland, auch in Österreich macht man sich Gedanken zum Thema "Killerspiele".

Dennoch klaffen die Meinungen auseinander. Während Jugendschützer und viele Psychologen sich gegen ein Verbot aussprechen, da dies nicht zielführend sei, sind auf der anderen Seite viele Politiker dafür, da sie eine Möglichkeit sehen, die Gewalt zwischen Jugendlichen einzudämmen.

Am Dienstag, den 16. Jänner kam dann vorerst die Entwarnung für alle Computerspieler und Spielehersteller: Die EU-Justizminister stimmten gegen ein EU-weites Verbot und schoben somit dem deutschen Vorsitz einen Riegel vor, doch nicht ganz ohne einen Haken: Es wird eine "Schwarze Liste" für Computerspiele geben. Dies soll so funktionieren, dass alle Mitgliedsländer Spiele melden sollen, die von Ihnen verboten werden. Diese Liste wird dann auf der EU Homepage "InSafe" veröffentlich und soll dem Jugendschutz dienen. Das heißt Eltern und Lehrer können sich im Internet informieren, welche Spiele in welchen Ländern verboten sind.

Dies bedeutet also, dass der Kampf gegen so genannte "gewaltverherrlichende Computerspiele" verschärft werden wird, jedoch wird es kein generelles Verbot geben, sondern das bliebe jedem Mitgliedsstaat selbst überlassen.

Die österreichische Justizministerin Maria Berger spricht sich eher für präventive Schritte im Bildungsbereich aus, als für Strafrechtliche. Denn für sie könne nicht das Strafrecht vorrangig sein, wenn es um Kinder geht, die noch nicht einmal strafmündig sind.

Abschließend kann man sagen, dass sich die Situation vorerst entspannt hat, und man muss nun die konkreten Maßnahmen der einzelnen Regierungen abwarten. Dennoch hat man das Gefühl als benötige es nur ein kleines Erdbeben um einen neuerlichen Vulkanausbruch hervorzurufen.




 
gj!
uR.nero - 21. Januar 2007 - 21:28 | #1
well done
n3co - 22. Januar 2007 - 00:28 | #2
gute zusammenfassung
wiruz - 22. Januar 2007 - 00:33 | #3
kurz auf den Punkt gebracht!

sehr gut.... aber kann es sein, dass das Ehepaar von den Final Fantasy Typen umgebracht worden sind ?

uR.loeschi - 22. Januar 2007 - 07:36 | #4
früher warens die horrorfilme, jetz sinds die computerspiele und morgen sinds was weiß ich was. die brunzpolitiker suchen immer schuldige anstatt die probleme an der wurzel zu bekämpfen. denn waffen töten menschen, spiele töten pixel.

ergo: ois koksziaga
sp1t - 22. Januar 2007 - 07:39 | #5
n1 artikel!

i bin ah ned der meinung das computerspiele leute zum töten animieren, waun des wer duat daun rennt wos aundas in seim leben foisch!
uR.urTyp - 22. Januar 2007 - 08:17 | #6
oiso wann computerspiele zum töten animieren würden...miassatn dann ned wir ole amoklaufn?
i glaub das leute von uns bereits mehr als ein jahrzehnt egoshooter und anderes zocken und noch keinen getöten haben, oder?!
jgN - 22. Januar 2007 - 09:41 | #7
[at]löschi

ja und nein, sie haben sich den Film "Final Fantasy" angesehen, doch das wurde sofort auf "Gewaltvideo" mit "Killerspiel" - Variante umgeleitet und als Anlass genommen, um noch schneller ein Verbot herzuzaubern
uR.sakura*A - 22. Januar 2007 - 10:42 | #8
"Denn für sie könne nicht das Strafrecht vorrangig sein, wenn es um Kinder geht, die noch nicht einmal strafmündig sind."
find ich geil -
wenns um kindesmissbrauch geht san de kinder a net strafmündig und trotzdem gelten da gesetze oO

und bei den verboten gehts ja net um das spielen und die strafen treffen net die kinder (weils ja quasi opfer san), sondern ums verkaufen und als ziel die verkäufer..

oder irre ich irgendwo?
uR.katsa - 25. Januar 2007 - 19:33 | #9
ja es geht darum, dass die kinder beschützt werden müssen, vor der bösen spieleindustrie....
uR.sakura*A - 27. Januar 2007 - 18:10 | #10
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